
Newsletter 12/25: Investorenabend Berlin / Rentenreform 2026 / Selbsttest Trading
Themen:
Rentenreform 2026: Steuervorteile im Depot
Wie geht es in den USA weiter?
Mein Selbstversuch: 6 Monate aktiv Traden
Investoren-Abend Berlin
2025 war für mich ein ereignisreiches Jahr mit dem Abschied von der WertWende und der Gründung meiner eigenen Anlageberatungsfirma weitergedacht. Trotz einer herausfordernden Zeit für nachhaltige Geldanlagen hat sich auch mein "Impact-Portfolio" gut neben dem Markt geschlagen. Mehr Einblicke habe ich ja in meinem letzten Webinar gegeben (>Aufzeichnung<).
2026 steht für mich im Zeichen der Weiterbildung: um meine Mandanten in Zukunft noch professioneller begleiten zu können, absolviere ich das Studium Finanzökonomie mit Zertizierung zum Certified Financial Planner. Die Impulse daraus lasse ich wieder vermehrt in den Finance 4Future-Podcast einfließen, in dem es in zuletzt um digitale Assets ging, was institutionelle Anleger deutlich breiter betrachten als bloß Kryptowährungen (>Link<).
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Auch für dich war 2025 ein turbulentes Jahr - zumindest wenn du an der Börse investierst. Nach dem Zoll-Konflikt der USA haben sich einige Dinge verschoben: Europa erlebt ein wirtschaftliches Comeback, während der Dollar stark an Wert verlor. Künstliche Intelligenz entfaltet erstmals ihren breiten Produktivitätsschub - und davon profitierten nicht die Chip-Hersteller, sondern "langweilige" Aktien: Versicherer, Stromversorger & Co. Auch nachhaltige Geldanlagen schafften endlich ihr Comeback mit allein im Dezember nochmal über 2% besserer Performance.
Heute möchte ich dich auf den aktuellen Stand bringen bei einer wichtigen Entwicklung für uns alle im nächsten Jahr: die Rentenreform der Bundesregierung:
1) Rentenreform 2026: Endlich Steuervorteile im Depot.
Wird das Altersvorsorgedepot gut - oder Riester 2.0 (=ein Flop)?
Final steht das noch nicht fest, aber aktuell sieht es tatsächlich positiv aus, was Lars Klingbeil vorhat. Nachdem das Rentenniveau bis 2031 gesetzlich festgesetzt wurde zu Lasten der jungen Generation, soll dieses Jahr eine weitere Reform Ausgleich schaffen. Eine Komission erarbeitet noch Details. Ab 2027 soll es losgehen.
Fest steht, dass alle Depotbanken Angebote entwickeln dürfen. Damit wird das Monopol von Versicherern auf steuergeförderte Altersvorsorge gebrochen. Die Chancen stehen gut, dass jeder Neobroker unkompliziert ein Zweitdepot anbietet, in dem du steuerliche Zulagen auf deine Geldanlage bekommst.
Diese sollen 20% der investierten Summe betragen, jedoch gedeckelt auf 1.800 Euro p.a.. Damit wird das Altersvorsorgedepot leider nur eine Ergänzung bleiben. In den Plänen der Ampel-Regierung betrug die Fördergrenze immerhin 3.000 Euro.
Das bringt uns zum Fazit: So furios wie die Ampel-Pläne gescheitert sind, lässt sich nur schlussfolgern, dass man nicht auf die Politik warten sollte. Denn je früher du deine Altersvorsorge beginnst, desto entspannter läuft sie ab. Es ist ratsam - auf Basis von heutigen Tatsachen - das Thema anzugehen.
Ob mit Aktien-Sparplan im Depot oder ETFs in einer Rentenversicherung mit Steuervorteil, ist zweitrangig. Nur wenn du letzteres machst, mach es auch richtig mit einer privaten Rentenversicherung, ohne lebenslange Verrentung ab 67 (sondern eigenverantwortlicher Entnahme mit aufgeschobenem Rentenbeginn).
2) Wie geht es in den USA weiter?
Die USA bestimmen nach wie vor als militärisch wie auch ökonomisch stärkste Macht das Weltgeschehen. Da die Hälfte des globalen Handels in Dollar abgewickelt wird, spielt die Währungspolitik der USA eine extrem große Rolle. Dieser ist es auch zu verdanken, dass 2025 bei europäischen Investoren bei vielen ETFs 10% weniger Rendite ankam, als für US-Anleger.
Der Kampf um die Nachfolge von Jerome Powell als US-Notenbankchef ist dabei zentral. Donald Trump übte letztes Jahr massiven Druck auf die eigentlich unabhängige Institution aus, die Währungsstabilität und eine niedrige Arbeitslosenquote sicherstellen soll. Im Spiel sind noch drei Kandidaten, aber vorletzte Woche sagte Trump in einer Rede, dass der nächste Notenbankchef auf jeden Fall jemand sein werde, der "starke" Zins-Senkungen befürworte.
Das birgt die Gefahr für weitere Dollar-Entwertung. Das betrachten institutionelle Anleger weltweit mit Sorge - und schichten ihre Dollar-Reserven um in alternative Sicherheiten. Gold legte in den letzten drei Monaten erneut um 15% zu, Silber sogar um 60%. Auch Bitcoin hat sich nach fast 30% Kursverlust seit Anfang Oktober wieder stabilsiert (da lag meine Glaskugel im letzten Newsletter richtig).
Ob die Kursanstiege bei den Edelmetallen so weitergehen können, bezweifle ich persönlich jedoch. Solltest du investiert sein, mag das vielleicht sogar ein Anlass zum Rebalancing, also deine Portfolioaufteilung wieder auszugleichen. Ein Blick auf die historische Wertentwicklung von Silber zeigt gut, wie instabil solch kurzzeitige Kurssprünge sein können:

3) Mein Selbstversuch: 6 Monate aktiv Traden
Investierst du aktiv oder passiv?
Aus dem passiven Lager kommend, bin ich natürlich trotzdem neugierig und habe mich die letzten 6 Monate gechallenged mit einem Trading-Depot. Jeden Monat habe ich mir drei Wetten vorgenommen. Darunter waren am Ende ein ETF auf die Pharma-Branche, ein völlig unbekanntes KI-Unternehmen aus den USA, Amazon, Gold und Bitcoin.
Um den Rahmen im Newsletter nicht zu sprengen, habe ich meinen Erfahrungsbericht als Blog-Artikel auf der weitergedacht-Website veröffentlicht. Schau gern vorbei und finde heraus, ob ich lieber passiv investiert hätte, oder tatsächlich den Markt schlagen konnte ;)
Investoren-Abend Berlin
Am 19.01.2026 habe ich etwas ganz tolles veranstaltet: Gemeinsam mit dem Photovoltaik-Investment-Unternehmen SunpeakCapital habe ich eingeladen zu einem vor Ort-Event in meinem Büro!
Auf die Gäste warteten zwei inhaltliche Impulse, Netzwerken unter Gleichgesinnten und natürlich ein paar Häppchen & Getränke. Sunpeak stellt den IAB als Steuerhebel für Gutverdienende vor, den ich in der vorletzten Podcast-Folge behandelt habe. Ich stelle meine neue antizyklische Anlagestrategie mit der weitergedacht vor:
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